28 March 2026, 02:02

Kik setzt auf Neuanfang: Neuer Chef und drastische Filialschließungen bis 2026

Internationaler Discounter an einer Straßenecke mit umliegenden Gebäuden, Fahrzeugen, Verkehrsinfrastruktur und klarem Himmel.

Kik setzt auf Neuanfang: Neuer Chef und drastische Filialschließungen bis 2026

Der Textildiscounter Kik bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden, während das Unternehmen sein Filialnetz verkleinert. Ulrich Hanfeld wird im Juni die Führung übernehmen und löst damit Patrick Zahn ab, der nach Konflikten mit dem Eigentümer Tengelmann im September 2025 das Unternehmen verließ. Bis Ende 2026 plant Kik, rund 300 Standorte in Europa zu schließen – davon allein 135 in Deutschland.

Das Unternehmen durchläuft seit Monaten einen Führungswechsel. Patrick Zahn verließ Kik im September 2025 nach Meinungsverschiedenheiten mit Tengelmann. Bereits zuvor hatten der Finanzvorstand Rüdiger Hartmann und der Betriebsleiter Dirk Ankenbrand das Unternehmen verlassen. Christian Kümmer, der von Fressnapf kam, sprang kurzzeitig als interimistischer CEO ein.

Der Discounter reduziert sein Filialnetz nun um 225 Standorte auf etwa 2.200 Geschäfte. Dies ist Teil einer umfassenden Strategie zur Steigerung der Rentabilität angesichts rückläufiger Umsätze. Tengelmann-Managerin Jela Götting wies kürzlich Spekulationen über einen Verkauf der Kette zurück.

Hanfeld bringt Erfahrung vom direkten Konkurrenten NKD mit, wo er von 2015 bis 2021 als Vorstandsvorsitzender tätig war. Dort leitete er eine tiefgreifende Restrukturierung, die Filialschließungen und Kostensenkungen umfasste – Maßnahmen, die nun auch bei Kik umgesetzt werden. Zuvor arbeitete er fast ein Jahrzehnt lang bei der japanischen Tochter des Otto-Konzerns in Tokio.

Ein Branchenkenner bezeichnete Hanfeld als "begnadeten Verkäufer", merkte jedoch an, dass er nicht für die Sanierung von Krisenunternehmen bekannt sei. Seine Berufung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Kik unter der Führung von Tengelmann seine Geschäfte stabilisieren will.

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Mit Hanfelds Amtsantritt vollzieht Kik einen Strategiewechsel: Die Schließung von Filialen hat bereits begonnen. Bis 2026 wird das Unternehmen seine Präsenz in Europa verringern und sich auf weniger, aber profitablere Standorte konzentrieren. Seine Erfahrungen bei NKD deuten darauf hin, dass er bei Kik einen ähnlichen Ansatz verfolgen könnte, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern.

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