Kplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren für ihre Krankenhäuser in NRW
Matteo BöhmKplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren für ihre Krankenhäuser in NRW
Die Kplus Gruppe hat beim Amtsgericht Wuppertal ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Von dem Schritt betroffen sind ihre Krankenhäuser in Solingen, Hilden und Haan sowie die Konzernholding. Die Mitarbeiter an den betroffenen Standorten wurden am Freitagmorgen informiert.
Der Vorstand leitete das Verfahren ein, um die Finanzen zu stabilisieren und Verträge zu überprüfen. Auch die Genesis GmbH, die für die zentrale Verpflegungsversorgung zuständig ist, wird in den Restrukturierungsrahmen einbezogen.
Ein Sprecher der Gruppe bestätigte, dass alle Krankenhäuser unter finanzieller Belastung stehen. Trotz aktueller Zahlungsfähigkeit drohe dem Unternehmen ohne sofortige Maßnahmen noch in diesem Jahr die Insolvenz. Die Experten Stefan Denkhaus und Friedemann Schade wurden als wirtschaftliche und rechtliche Berater bestellt.
Aktuell wird ein Restrukturierungsplan erarbeitet, der Gespräche mit potenziellen Investoren sowie die Zentralisierung medizinischer Leistungen an den Standorten Haan und Hilden vorsieht. Nicht betroffen sind das St.-Remigius-Krankenhaus in Leverkusen-Opladen, neun Senioreneinrichtungen, medizinische Versorgungszentren, Therapiestätten sowie das Katholische Bildungszentrum in Haan.
Ziel des Schutzschirmverfahrens ist es, die Zukunft des Konzerns zu sichern. Im Fokus stehen finanzielle Konsolidierung und operative Effizienzsteigerungen. Die nicht betroffenen Einrichtungen führen ihren Betrieb während des Prozesses wie gewohnt fort.
