22 March 2026, 16:02

Legenden-Schluss: Geberts Weinstube in Mainz macht nach 52 Jahren dicht

Schwarz-weiß-Foto eines alten Brasserie-Restaurant-Interieurs im Coq d'or, Bordeaux, Frankreich, mit Tischen, Stühlen, Wandgemälden und einer zentralen Tür.

Legenden-Schluss: Geberts Weinstube in Mainz macht nach 52 Jahren dicht

Geberts Weinstube in Mainz-Neustadt schließt nach 52 Jahren am 31. Juli 2026 ihre Türen

Das familiengeführte Restaurant, das Marianne Gebert 1974 eröffnete, galt lange als eine der besten Adressen der Region. Mit der Schließung endet für Einheimische und Gäste eine Ära.

Unter Marianne Gebert entwickelte sich die Weinstube zu einem beliebten Treffpunkt. 2007 übernahm ihr Sohn Frank die Leitung und führte die Tradition von Weinfachwissen und herzlicher Gastfreundschaft fort. 2019 krönte das Magazin Feinschmecker das Lokal als bestes "Alltagsrestaurant" in Rheinland-Pfalz.

Auch prominente Gäste wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die damalige Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die 2018 hier speisten, schätzten den Charme des Hauses. Trotz des Erfolgs fällt der Familie der Abschied nun schwer. Frank Gebert nannte die Entscheidung "unglaublich hart", betonte aber, dass persönliche Gründe und nicht finanzielle Not dahinterstehen.

Eine Nachfolge zu finden, erwies sich als unmöglich. Marianne, mittlerweile 75, zieht sich zurück, und Frank fand niemanden, der sowohl Leidenschaft als auch das nötige Weinwissen mitbringt, um das Erbe der Familie fortzuführen. Seit der Bekanntgabe der Schließung zeigt sich die Reaktion der Stammgäste und der Öffentlichkeit überwältigend. Frank Gebert bedankte sich tief bewegt für die jahrelange Unterstützung und erinnerte an unvergessliche Momente mit den Gästen.

Doch selbst jetzt hat die Familie die endgültige Schließung im Juli noch nicht ganz realisiert.

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Der letzte Tag der Weinstube markiert das Ende von über fünf Jahrzehnten Gastfreundschaft. Wer einst hier Wein und Speisen genoss, verliert eine Institution. Für die Familie Gebert bedeutet die Schließung, sich von einem Betrieb zu verabschieden, der zu ihrer Identität wurde.

Quelle