09 May 2026, 12:03

Mega-Razzia in Duisburg, Oberhausen und Essen: Zoll deckt illegale Geschäfte auf

Altes Aktienzertifikat mit schwarzem Rand und rotem Stempel, Text lautet "Casino im Frankfurter Hof Mainz".

Mega-Razzia in Duisburg, Oberhausen und Essen: Zoll deckt illegale Geschäfte auf

Großrazzia in Duisburg, Oberhausen und Essen am 6. Dezember 2024

In einer groß angelegten Kontrollaktion durchsuchten Zollbeamte am 6. Dezember 2024 gemeinsam mit Polizei und kommunalen Behörden Betriebe in Duisburg, Oberhausen und Essen. Im Fokus standen Unternehmen, die im Verdacht der Steuerhinterziehung und illegaler Geschäfte stehen – insbesondere Gaststätten wie Cafés, Shisha-Bars und Kioske.

An der Operation beteiligten sich über 70 Zollfahnder, unterstützt von Kräften der örtlichen Polizei und Stadtverwaltungen. Erstmals waren auch Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) an den Maßnahmen beteiligt. Die Einsatzteams kontrollierten in verschiedenen Stadtteilen und deckten dabei zahlreiche Verstöße auf.

So wurde in Marxloh ein Café entdeckt, das eine Spielkonsole für gewerbliche, illegale Zwecke nutzte – die Konsole wurde beschlagnahmt. In Mittelmeiderich betrieb eine Gaststätte einen Spielautomaten mit nicht zugelassener Software, der ebenfalls sichergestellt wurde. Bei fast 80 Fällen ergaben sich aufgrund widersprüchlicher Angaben der Kontrollierten weitere Ermittlungsansätze.

Die Aktion ist Teil der fortlaufenden Schwerpunktsetzung des Duisburger Zollamts im Kampf gegen Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung. Allein 2023 leitete die Behörde rund 5.900 Verfahren ein, bei denen ein finanzieller Schaden von etwa 9 Millionen Euro aufgedeckt wurde. Die gerichtlich verhängten Geldstrafen beliefen sich auf über 1 Million Euro, hinzu kamen Haftstrafen von insgesamt mehr als 30 Jahren.

Die Razzia vom 6. Dezember unterstreicht das anhaltende Vorgehen gegen Wirtschaftskriminalität und illegale Geschäftspraktiken in der Region. Die 80 auffälligen Fälle werden nun weiterverfolgt, bei Verurteilungen drohen den Verantwortlichen empfindliche Strafen. Die Einbindung des BKA deutet auf eine bundesweite Verstärkung der Ermittlungsbemühungen hin.

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