Münster plant neue Fußgängerzone für mehr Sicherheit und Lebensqualität
Sebastian KönigMünster plant neue Fußgängerzone für mehr Sicherheit und Lebensqualität
Im Zentrum von Münster könnte bald eine neue Fußgängerzone entstehen. Die SPD hat einen Plan vorgelegt, den Verkehr auf Teilen der Wilhelm-Bockelmann-Straße, dem Heinrich-Peters-Platz und dem Veestherrnweg einzuschränken. Nach Angaben der Stadtverwaltung würde diese Maßnahme die Sicherheit erhöhen und das Viertel für Anwohner wie Besucher attraktiver gestalten.
Der Vorschlag kommt nach wiederholten Klagen über Rasen und rücksichtsloses Fahren auf der Wilhelm-Bockelmann-Straße. Trotz bestehender Tempolimits halten sich viele Autofahrer nicht daran, was für Fußgänger und Radfahrer eine Gefahr darstellt. Zudem hat sich die Straße zu einem Treffpunkt für Fahrer sportlicher Autos entwickelt, die dort ihr Können zur Schau stellen – mit Lärmbelästigung und zusätzlichen Sicherheitsrisiken als Folge.
Die Verwaltung unterstützt das Vorhaben und bezeichnet es als kostengünstige Möglichkeit, die Innenstadt aufzuwerten. Laut Plan sollen der wöchentliche Markt und notwendiger Lieferverkehr weiterhin erlaubt bleiben. So bliebe der Geschäftsbetrieb unberührt, während der allgemeine Autoverkehr reduziert würde.
Die politische Unterstützung für die Idee wächst. Stefan Sorge von der Münster-Union nannte sie eine „sinnvolle Idee“ und schlug vor, am Walter-Erbes-Platz wieder zeitlich begrenztes Parken einzuführen. Harved Scheiger von den Grünen ging noch einen Schritt weiter und regte an, die gesamte Wilhelm-Bockelmann-Straße zur Fußgängerzone umzuwandeln.
Die Verwaltung prüft nun die Details und wird eine Vorlage für die nächste Ratssitzung ausarbeiten. Sollte der Plan angenommen werden, würde die neue Fußgängerzone Teile der Münsteraner Innenstadt grundlegend verändern: Die Verkehrssicherheit würde steigen, und das Viertel könnte sich zu einem einladenderen Ort für Spaziergänge und Einkäufe entwickeln. Die endgültige Entscheidung liegt beim Rat, die Abstimmung wird in den kommenden Wochen erwartet.






