26 April 2026, 18:03

Obdachloser Betrüger nach monatelanger Flucht am Hagener Hauptbahnhof festgenommen

Schwarze und weiße Fotografie einer Gruppe von Menschen in einer Reihe mit Schildern, die "Wir fordern die Freiheit aller Gerechtigkeit für die Gefangenen" tragen, vor einem Gebäude mit Fenstern und einem Geländer.

Obdachloser Betrüger nach monatelanger Flucht am Hagener Hauptbahnhof festgenommen

Ein 25-jähriger Mazedonier wurde am Montagabend am Hauptbahnhof Hagen festgenommen. Bundespolizisten nahmen ihn in Gewahrsam, nachdem er eine gerichtlich verhängte Strafe wegen Betrugs nicht angetreten hatte. Die Festnahme erfolgte aufgrund eines seitens der örtlichen Behörden ausstehenden Haftbefehls.

Der Mann war im Juni 2024 vom Amtsgericht Hagen in drei separaten Fällen wegen Erschleichens von Leistungen verurteilt worden. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 1.125 Euro, aufgeteilt in 75 Tagessätze zu je 15 Euro. Statt die Strafe zu zahlen, erhielt er die Möglichkeit, eine 75-tägige Haftstrafe abzusitzen.

Er zahlte die Geldstrafe jedoch nicht und erschien auch nicht zum Strafantritt. Daraufhin erließ die Staatsanwaltschaft Hagen einen Haftbefehl. Als Beamte ihn am Bahnhof ausfindig machten, wurde er ohne Widerstand festgenommen.

Zum Zeitpunkt der Festnahme war der Mann obdachlos. Später wurde er in eine Justizvollzugsanstalt überstellt, um seine 75-tägige Haftstrafe anzutreten.

Mit der Festnahme wurde der seit der Verurteilung 2024 bestehende Haftbefehl vollstreckt. Der Mann muss nun die vom Gericht ursprünglich festgesetzte Haftstrafe vollständig verbüßen. Der Fall verdeutlicht die Konsequenzen, die bei Nichtbefolgung rechtlicher Auflagen nach einer Verurteilung wegen Betrugs drohen.

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