11 May 2026, 08:03

Oberhausens Kriminalstatistik 2024: Weniger Fälle, aber mehr schwere Straftaten

Balkendiagramm mit der Überschrift "San Francisco Homicide Rate Per 100,000", das die Homicide-Rate in den USA über die Zeit auf einem weißen Hintergrund zeigt.

Oberhausens Kriminalstatistik 2024: Weniger Fälle, aber mehr schwere Straftaten

Oberhausen verzeichnet leichten Rückgang der Kriminalität im Jahr 2024 – doch bei schweren Straftaten gibt es gegenläufige Trends

In Oberhausen ging die Gesamtkriminalität im Jahr 2024 leicht zurück: Die Fallzahlen sanken um 3,52 % im Vergleich zum Vorjahr. Doch der aktuelle Polizeibericht zeigt ein gemischtes Bild – mit Zunahmen bei bestimmten schweren Straftaten, während andere deutlich abnahmen.

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Insgesamt registrierte die Stadt im vergangenen Jahr 17.633 Straftaten, weniger als 2023. Trotz des allgemeinen Rückgangs stiegen einige Deliktgruppen besorgniserregend an. So nahmen Sexualstraftaten um 5,88 % zu und erreichten 306 Fälle. Auch Tötungsdelikte stiegen deutlich um 35,71 % auf 19 Vorfälle an.

Straßenraub hingegen ging stark zurück – von 102 Fällen im Jahr 2023 auf nur noch 70 im Jahr 2024, ein Minus von 32 Fällen. Auch der sexuelle Missbrauch von Kindern nahm ab: 2024 wurden 37 Fälle gemeldet, gegenüber 58 im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Straftaten im Zusammenhang mit kinderpornografischem Material auf 92, wobei die Aufklärungsquote hier bei 78,26 % lag.

Die Polizei ermittelte 2024 insgesamt 7.500 Tatverdächtige – 609 weniger als im Jahr davor. Davon besaßen 2.883 keine deutsche Staatsbürgerschaft, was einem Anteil von 38,4 % entspricht. Die Zahl der jungen Tatverdächtigen unter 21 Jahren sank ebenfalls um 15,44 % auf 1.610. Die Gesamtaufklärungsquote lag jedoch leicht niedriger bei 52,47 % und damit 2,10 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Die Kriminalstatistik 2024 für Oberhausen zeigt sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen. Zwar gingen die Gesamtfallzahlen und einige Gewaltdelikte zurück, doch der Anstieg bei Sexualstraftaten und Tötungsdelikten bleibt alarmierend. Die Behörden werden diese Entwicklungen weiter beobachten, um künftige Polizeistrategien daran auszurichten.

Quelle