12 March 2026, 10:02

Sexismus-Vorwürfe gegen CDU-Kandidat Hagel entfachen politischen Eklat

Ein buntes Plakat mit einem blauen Hintergrund und gelber und weißer Schrift, die in fetter Schrift 'Gewinner' lesen, mit lächelnden Menschen in der Mitte.

Sexismus-Vorwürfe gegen CDU-Kandidat Hagel entfachen politischen Eklat

Ein politischer Streit ist entbrannt, nachdem die Grünen-Politikerin Zoe Mayer ein Video des CDU-Kanzlerkandidaten Manuel Hagel veröffentlicht hat. Die Aufnahme zeigt Hagel, wie er über eine Begegnung mit einer Studentin namens Eva im Jahr 2018 spricht – und löste damit Sexismus-Vorwürfe aus. Politiker der Union warfen Mayer und den Grünen umgehend vor, eine gezielte Diffamierungskampagne zu betreiben.

Der Konflikt eskalierte, als Mayer das Video online stellte und Hagels Äußerungen als unangemessen kritisierte. Sie argumentierte, seine Fokussierung auf das Äußere der Studentin sei ein Beispiel für sexistisches Verhalten von Politikern. Sowohl Mayer als auch die Grünen hielten an ihrer Entscheidung fest und wiesen Vorwürfe zurück, unfair gehandelt zu haben.

Die Unionspolitiker konterten scharf und bezeichneten den Schritt als bewussten Versuch, Hagels Ruf zu schädigen. Sie verwiesen auf frühere CDU-Kampagnen gegen Einzelpersonen und Gruppen, darunter Juristen, Minderheiten und politische Konkurrenten. Aktuelle Belege dafür, dass die CDU gezielte Provokationen oder Bündnisse mit rechtsextremen Akteuren eingeht, gibt es jedoch nicht.

Zwar haben einige CDU-Mitglieder über mögliche Kooperationen mit der AfD bei künftigen Wahlen diskutiert – etwa in Baden-Württemberg nach 2026 –, doch lehnt die Partei eine formelle Zusammenarbeit strikt ab. Stattdessen gewinnt die AfD an Zuspruch, indem sie Positionen übernimmt, die denen der CDU ähneln, und nicht durch direkte Absprachen.

Der Schlagabtausch hat die Spannungen zwischen Grünen und CDU weiter verschärft. Mayers Video steht nach wie vor im Mittelpunkt der Debatte, und keine Seite zeigt sich bereit, nachzugeben. Der Streit verdeutlicht die anhaltenden Konflikte um politisches Verhalten und geschlechterbezogene Äußerungen im öffentlichen Amt.

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