Solingens Immobilienmarkt 2022: Preise steigen, Abschlüsse sinken – wer kauft noch?
Niklas SchmitzSolingens Immobilienmarkt 2022: Preise steigen, Abschlüsse sinken – wer kauft noch?
Der Sachverständigenausschuss für Grundstückswerte in Solingen hat seinen Immobilienmarktbericht 2023 veröffentlicht. Der am 28. März 2023 erschienene Bericht analysiert die zentralen Entwicklungen auf dem lokalen Immobilienmarkt im Jahr 2022 – mit Fokus auf Preistrends, Transaktionsvolumen und die Herkunft der Käufer:innen.
Im Jahr 2022 wurden in Solingen 1.132 Kaufverträge mit einem Gesamtvolumen von 443,5 Millionen Euro abgeschlossen. Das entspricht einem Rückgang um 20 Prozent bei den Abschlüssen und einem Minus von 16 Prozent beim Gesamtumsatz im Vergleich zu 2021. Trotz dieser Verlangsamung stiegen die Preise für Wohnbauland im Schnitt um 5 Prozent.
Während neu gebaute Reihen- und Doppelhäuser über den Vorjahresdurchschnittspreisen verkauft wurden, verbilligten sich bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser im zweiten Halbjahr 2022 um etwa 10 Prozent. Eigentumswohnungen im Bestand legten hingegen rund 10 Prozent zu, neu gebaute Einheiten erreichten durchschnittlich über 4.200 Euro pro Quadratmeter.
Auch bei den Kaufmustern gab es deutliche Verschiebungen: Die Nachfrage nach Einzelbaugrundstücken sank um etwa 30 Prozent, während Grundstücke für mehrgeschossigen Wohnungsbau um rund 20 Prozent zunahmen. Rund 35 Prozent der Käufer:innen kamen von außerhalb Solingens, vor allem aus Düsseldorf und Köln. Der Ausschuss ermittelt die Bodenrichtwerte und Referenzdaten, die im Jahresbericht sowie auf BORIS.NRW veröffentlicht werden.
Der Marktbericht 2023 bestätigt ein gemischtes Jahr für Solingens Immobilienbranche: Während einige Segmente Preisanstiege verzeichneten, gingen in anderen sowohl Werte als auch Aktivität zurück. Die Daten bieten Orientierung für Käufer:innen, Verkäufer:innen und Investor:innen – und zeigen klar, wohin sich der Markt entwickelt.
