10 May 2026, 04:03

Thyssenkrupp revolutioniert Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff in Duisburg

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" verkündet und für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.

Thyssenkrupp revolutioniert Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff in Duisburg

Thyssenkrupp Steel stellt sein Werk in Duisburg um, um mit Wasserstoff statt Kohle grünen Stahl zu produzieren. Damit soll einer der größten Industriestandorte Europas klimafreundlicher werden. Das Unternehmen plant, spätestens bis 2045 komplett auf klimaneutrale Stahlproduktion umzustellen.

Die Stahlindustrie ist derzeit für etwa acht Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Herkömmliche Hochöfen setzen auf Kohle, doch der Einsatz von grünem Wasserstoff könnte dies ändern: Pro Tonne grünem Wasserstoff lassen sich bis zu 28 Tonnen CO₂ einsparen.

Mit dem Projekt „tkH2Steel“ in Duisburg treibt Thyssenkrupp diese Entwicklung voran. Die erste Direktreduktionsanlage wird täglich 400 Tonnen Wasserstoff benötigen, um 2,5 Millionen Tonnen direktreduziertes Eisen herzustellen. Selbst der Umstieg auf Erdgas im Prozess reduziert die Emissionen bereits um etwa 50 Prozent im Vergleich zu Kohle.

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Das Duisburger Werk ist mit einer Jahresproduktion von 10 Millionen Tonnen Stahl und rund 13.500 Beschäftigten der größte Industriekomplex Europas. Deutschland insgesamt produziert jährlich 40 Millionen Tonnen Rohstahl. Bund und Länder fördern den Wandel zur grünen Stahlproduktion.

Das neue wasserstoffbasierte Verfahren ersetzt die Kohle in den Hochöfen – als einziges Nebenprodukt entsteht Wasserdampf. Thyssenkrupps Vorhaben markiert einen entscheidenden Schritt zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie. Bei Erfolg könnte es zum Vorbild für die gesamte Branche werden.

Quelle