06 May 2026, 14:08

TikTok-Trend "Scientology-Speedrun" sorgt für Polizeieinsätze in Berlin

Aufsteigen im Sektenhaus

TikTok-Trend "Scientology-Speedrun" sorgt für Polizeieinsätze in Berlin

„Scientology-Speedrun“: Neuer TikTok-Trend erreicht Deutschland – Jugendliche stürmen Kirchen der Sekte

Ein neuer TikTok-Trend mit dem Namen Scientology-Speedrun hat Deutschland erreicht: Junge Menschen dringen in Gebäude der Scientology-Kirche ein und behandeln sie wie Levels in einem Computerspiel. Ziel ist es, so weit wie möglich vorzudringen, bevor sie gestoppt werden. In Berlin hat der Trend bereits zu Polizeieinsätzen geführt und Fragen nach den Grenzen des Hausfriedensbruchs aufgeworfen.

Ursprünglich in den USA entstanden, schwappte die Challenge nun nach Deutschland über – Ausgangspunkt war das Scientology-Zentrum in der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg. Eine Berliner Bloggerin (@larahertha) organisierte einen lokalen „Speedrun“ und wurde bei ihrer Ankunft von der Polizei konfrontiert. In den Kommentaren unter ihrem Beitrag wird spekuliert, dass das nächste Ziel der Bundestag sein könnte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In den USA haben einige Scientology-Niederlassungen bereits ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft. In Deutschland kann Hausfriedensbruch je nach Schwere des Vergehens mit Geldstrafen oder sogar bis zu einem Jahr Haft bestraft werden. Die Teilnehmer behandeln die Kirchenräume wie Spielwelten, Sicherheitskräfte wie nicht spielbare Charaktere (NPCs) aus Videospielen.

Scientology, die in Deutschland nach eigenen Angaben rund 3.600 Mitglieder zählt (Stand 2024), wirbt mit der Verheißung, durch ihre patentierten Methoden den „Clear“ – einen vermeintlich perfektionierten Menschen – zu erschaffen. Zu dem Trend hat die Organisation bisher keine offizielle Stellungnahme abgegeben.

Mittlerweile ist der Scientology-Speedrun auch in deutschen Gerichtsakten und Polizeiberichten dokumentiert. Gegen diejenigen, die in den Gebäuden erwischt werden, könnten Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs folgen. Behörden und die Sekte selbst dürften weitere Versuche genau beobachten.

Quelle