13 March 2026, 16:02

Warendorf erhöht Wohnmobil-Gebühren auf 15 Euro pro Tag – Camper sind empört

Eine Luftaufnahme einer gro├čen Gruppe von Menschen, die in einer Parkl├Ątze stehen, umgeben von B├Ąumen, Fahrzeugen, Masten und einer Flagge, die Flaggen halten und scheinbar an einer Demonstration teilnehmen.

Warendorf erhöht Wohnmobil-Gebühren auf 15 Euro pro Tag – Camper sind empört

Warendorf führt Gebühr von 15 Euro pro Tag für Wohnmobil-Stellplätze ein

Ab diesem Frühling werden Wohnmobilbesitzer in Warendorf künftig 15 Euro pro Tag für die Nutzung der städtischen Stellplätze zahlen müssen. Die neue Gebühr hat bei Stammcampern für Unmut gesorgt. Die Stadtverwaltung begründet den Preis mit der guten Lage und der Qualität des Platzes.

Der Stadtrat hatte die tägliche Gebühr von 15 Euro bereits im vergangenen Herbst auf Antrag der CDU einstimmig beschlossen. Als Begründung führten die Ratsmitglieder notwendige Modernisierungen am Standort Linnenwiese an. Geplant sind unter anderem der Austausch veralteter Stromsäulen und die Installation moderner Parkuhren.

Von der neuen Regelung betroffen sind mindestens sechs Wohnmobil-Stellplätze in Warendorf, die alle auf dem Gelände Linnenwiese liegen. Zwar besitzt die Stadt weitere Flächen, deren genaue Anzahl ist jedoch unklar. Ein separater Standort im nahegelegenen Everswinkel mit vier Plätzen bleibt von der Preisanpassung unberührt.

Viele Camper kritisieren die deutliche Erhöhung. Günter Brossat, ein 83-jähriger Stammgast, bezeichnete die Kosten als überzogen. Andere kündigten an, Warendorf aus Protest künftig zu meiden. Die Stadt hält die Gebühr hingegen für angemessen und verweist auf die zentrale Lage und die vorhandene Infrastruktur. Eine günstigere Alternative in der Nähe gibt es zwar, Details zu deren Ausstattung wurden jedoch nicht genannt.

Die Einnahmen aus der neuen Gebühr sollen in die Aufwertung des Wohnmobil-Standorts Linnenwiese fließen. Camper stehen nun vor der Wahl, entweder den höheren Preis zu akzeptieren oder nach Alternativen zu suchen. Die Stadt betont, dass die Preispolitik einen fairen Ausgleich zwischen Nutzerinteressen und den Erfordernissen einer besseren Infrastruktur schafft.

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