"We Are Eurovision" polarisiert mit peinlichen Pannen und überraschenden Highlights
Matteo Böhm"We Are Eurovision" polarisiert mit peinlichen Pannen und überraschenden Highlights
Die ORF-Sendung „We Are Eurovision“ wollte bewusst mit sentimentaler Nostalgie brechen. Statt einer gemütlichen Reise in die Vergangenheit setzte die Show auf einen mutigen, aber holprigen Ansatz – mit gemischten Reaktionen beim Publikum. Manche Momente erhielten sogar die seltene Wertung von null Punkten.
Der Abend begann mit einer Reihe von Pannen, für die Moderatorin Barbara Schöneberger verantwortlich war. Ihr Auftritt startete mit einer skurrilen Idee: ein Filzbart, der schlecht saß und eine Wurst darstellen sollte. In diesem Kostüm präsentierte sie „Rise Like a Phoenix“ – eine Nummer, die beim Publikum nicht ankam. Die Einlage wurde mit null Punkten bewertet.
Später sorgte Schöneberger für Verwirrung, als sie behauptete, Österreichs Eurovision-Sieg von 1966 gehöre zu einem Land mit einer rot-weißen Flagge. Der Fehler trug zum holprigen Start der Sendung bei.
Nicht alles fiel jedoch durch. Ein Lichtblick war Lizzi Engstlers Verwendung des Begriffs „urcool“, der für heitere Unterhaltung sorgte. Trotz der Patzer verfolgten im Schnitt 216.000 Zuschauer die Übertragung.
Der Versuch, klischeehafte Nostalgie zu vermeiden, führte zu einer Mischung aus peinlichen und seltsam sympathischen Momenten. Zwar hatten einige Auftritte ihre Schwächen, doch die Zuschauerzahlen deuten darauf hin, dass die Neugierde das Publikum bei der Stange hielt. Das Experiment, die Eurovision-Geschichte neu zu interpretieren, hinterließ einen bleibenden – wenn auch ungleichmäßigen – Eindruck.






