Wesel und Samar stärken ihre Partnerschaft trotz des Krieges in der Ukraine
Niklas SchmitzWesel und Samar stärken ihre Partnerschaft trotz des Krieges in der Ukraine
Die langjährige Partnerschaft zwischen Wesel in Deutschland und Samar in der Ukraine ist in den letzten Monaten noch enger geworden. Serhij Riesik, Bürgermeister der ukrainischen Stadt, stattete Wesel erneut einen Besuch ab, wo er von lokalen Vertretern herzlich empfangen wurde. Trotz des anhaltenden Krieges in der Ukraine arbeiten die beiden Städte weiterhin in humanitären Projekten und kulturellen Austauschprogrammen zusammen.
Bürgermeister Riesik reiste bereits mehrfach nach Wesel, oft begleitet von Delegationen aus Samar. Bei seinem jüngsten Besuch traf er sich mit Wesels Oberbürgermeister Rainer Benien, der die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden Gemeinden betonte. Benien bezeichnete Riesik als geschätzten Gast und äußerte die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr des Friedens in der Ukraine.
Eines der jüngsten Projekte umfasste die Lieferung eines Radladers nach Samar. Das schwere Gerät, finanziert über ein Programm der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), soll den Einwohnern beim Wiederaufbau und bei Infrastrukturarbeiten helfen. Die Maschine wurde gezielt ausgewählt, um dringende Bedürfnisse in der vom Krieg betroffenen Region zu decken.
Neben der praktischen Unterstützung legen beide Städte Wert auf persönliche Begegnungen. Im vergangenen Jahr verbrachte eine Gruppe ukrainischer Kinder und Jugendlicher zwei Wochen in Wesel und nahm an Aktivitäten teil, die von lokalen Gastgebern organisiert wurden. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für ein weiteres gemeinsames Ferienlager in diesem Sommer, bei dem deutsche und ukrainische Jugendliche wieder zusammenkommen sollen.
Wesels Engagement für Samar ist Teil eines größeren Trends: Mindestens acht deutsche Städte und Gemeinden – darunter Bedburg, Kassel, Dortmund und Augsburg – leisten seit 2022 humanitäre oder technische Hilfe für ukrainische Gemeinden. Die Partnerschaften reichen von Initiativen in der Altenpflege bis hin zu Infrastrukturprojekten und spiegeln das anhaltende Engagement Deutschlands für die Ukraine wider.
Bürgermeister Riesik dankte Wesel öffentlich für die fortgesetzte Solidarität und unterstrich die Bedeutung solcher Partnerschaften in Kriegszeiten. Die Städte bleiben ihren gemeinsamen Vorhaben verpflichtet, und weitere Austauschprogramme sowie Hilfsprojekte sind in den kommenden Monaten geplant. Die Zusammenarbeit dient als konkretes Beispiel für grenzüberschreitende Unterstützung angesichts der Herausforderungen, denen ukrainische Gemeinden gegenüberstehen.






