Wesels Oberbürgermeister und DGB Niederrhein besprechen Arbeitsmarktkrise und Lösungswege
Matteo BöhmWesels Oberbürgermeister und DGB Niederrhein besprechen Arbeitsmarktkrise und Lösungswege
Eine Delegation des DGB Niederrhein traf sich am 13. März 2026 mit Wesels Oberbürgermeister, um drängende arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitische Fragen zu erörtern. Unter der Leitung von Angelika Wagner sprachen die Gewerkschaftsvertreter:innen über die Herausforderungen des lokalen Arbeitsmarktes und die regionale Entwicklung – in einem als konstruktiv und zukunftsorientiert beschriebenen Gespräch.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Beschäftigungsprobleme in Wesel, darunter eine Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent im Jahr 2024. Seit 2005 ist die Gesamtbeschäftigung in der Region um ein Prozent zurückgegangen, wobei besonders Frauen (Beschäftigungsquote von 48,1 Prozent) und ältere Arbeitnehmer:innen (45,8 Prozent bei den über 55-Jährigen) betroffen sind. Die Langzeitarbeitslosigkeit bleibt mit 19 Prozent der Arbeitssuchenden ebenfalls hoch, während die Medianlöhne mit 2.965 Euro hinter dem Bundesschnitt von 5.332 Euro zurückliegen.
Oberbürgermeister Rainer Benien betonte die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Stadt, Unternehmen und Gewerkschaften. Die DGB-Delegation unterstützte dies und forderte gemeinsame Anstrengungen, um qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zu sichern, die Tarifbindung zu stärken und die soziale Absicherung zu verbessern. Beide Seiten waren sich einig, dass eine stabile regionale Wirtschaft angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen gestärkt werden muss.
Das Treffen ebnete den Weg für eine fortgesetzte Kooperation zwischen der Weseler Stadtverwaltung und den Gewerkschaften. Künftige Gespräche sollen sich auf konkrete Maßnahmen konzentrieren, um die Beschäftigungschancen und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Region zu erhöhen.
Die Sitzung markierte den Beginn einer engeren Zusammenarbeit zwischen lokalen Verantwortungsträgern und Gewerkschaften. Zu den zentralen Prioritäten gehören die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, die Erhöhung der Löhne sowie die Unterstützung benachteiligter Gruppen auf dem Arbeitsmarkt. Mit Folgeinitiativen soll sichergestellt werden, dass die Diskussionen in konkrete Schritte für die wirtschaftliche Erholung Wesels münden.






