28 April 2026, 02:03

Zoll deckt illegale Beschäftigung und Mindestlohnverstöße in NRW-Baubranche auf

Schwarzes und weißes Schild an einem Gebäude mit der Aufschrift "Bitte keine Verschmutzung Verstoßende werden verfolgt Keine Ablagerung".

Zoll deckt illegale Beschäftigung und Mindestlohnverstöße in NRW-Baubranche auf

Bei einer großangelegten Kontrollaktion sind nicht gemeldete Beschäftigungsverhältnisse und Verstöße gegen Mindestlohnregelungen in der Baubranche aufgedeckt worden. Zollbeamte überprüften dabei fast 280 Arbeitnehmer in vier Regionen – mit der Folge von Strafverfahren und der Entdeckung illegal beschäftigter Kräfte.

Mehr als 110 Zollfahnder führten die Kontrollen in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis, in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis durch. Dabei wurden 280 Beschäftigte von rund 90 verschiedenen Arbeitgebern überprüft. Die Überprüfungen brachten elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis ans Licht, darunter Staatsbürger aus Belarus, dem Kosovo, Albanien, der Ukraine, Serbien und der Türkei.

In fünf Fällen besteht der Verdacht auf Sozialleistungsbetrug, da die Betroffenen Einkünfte nicht bei der Sozialversicherung gemeldet hatten. Gegen drei Unternehmen wird zudem wegen des Verdachts ermittelt, Arbeitnehmer unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt zu haben. Mittlerweile sind sowohl gegen die illegal Beschäftigten als auch gegen ihre Arbeitgeber Strafverfahren eingeleitet worden.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit wertet die Ergebnisse derzeit aus. Weitere Maßnahmen könnten folgen, sobald die Behörden die im Rahmen der Aktion gesammelten Beweise vollständig geprüft haben.

Die Operation hat zahlreiche Verstöße offenbart – von nicht angemeldeten Arbeitsverhältnissen bis hin zu Lohnunterschreitungen. Die Ermittlungen dauern an, und den Beteiligten drohen mögliche rechtliche Konsequenzen. Die Behörden analysieren weiterhin die Ergebnisse, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

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