Zoll deckt in Borken massive Verstöße in Gastronomie und Taxibranche auf
Niklas SchmitzZoll deckt in Borken massive Verstöße in Gastronomie und Taxibranche auf
Neun Zollbeamte der Hauptstelle Münster haben in einer Reihe von Kontrollen im Kreis Borken schwerwiegende Verstöße aufgedeckt. Ziel der Aktion waren fünf Gastronomiebetriebe und ein Taxiunternehmen. Die Beamten arbeiteten dabei mit Polizei und Ausländerbehörden zusammen, um die Einhaltung von Arbeits- und Aufenthaltsbestimmungen zu überprüfen.
Die Kontrollen begannen im Rahmen des Korruptionsbekämpfungsgesetzes und wurden von einem Team aus neun Zollfahndern, drei Mitarbeitern der Ausländerbehörde und zwei örtlichen Polizeibeamten durchgeführt. Schon im ersten Betrieb stellten sie einen 68-jährigen Angestellten ohne gültige Aufenthaltserlaubnis fest.
In einem zweiten Restaurant entdeckten die Prüfer zwei Beschäftigte, die nicht bei der Sozialversicherung gemeldet waren. Ein weiterer Mitarbeiter erhielt dort Löhne unter dem Mindestlohn, während eine vierte Person die erforderlichen Aufenthaltspapiere nicht vorweisen konnte.
In einem dritten Betrieb arbeiteten Mitarbeiter ebenfalls schwarz – zwei weitere Angestellte konnten auf Verlangen keine Ausweispapiere vorlegen. Ein Beschäftigter verweigerte die Zusammenarbeit mit den Zollbeamten und muss nun mit einem Bußgeldverfahren rechnen.
Goswin Brehe, Leiter der Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), erläuterte später den Zweck der Kontrollen. Er betonte, dass solche Einsätze rechtstreue Unternehmen vor unfairem Wettbewerb durch Regelbrecher schützen sollen.
Die Überprüfungen förderten weitverbreitete Missstände zutage, darunter nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse, Verstöße gegen den Mindestlohn und illegalen Aufenthalt. Gegen die festgestellten Verstöße leiteten die Behörden bereits entsprechende Maßnahmen ein. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Arbeits- und Aufenthaltsdelikte in der Region konsequent zu verfolgen.






