27 April 2026, 22:02

Zwei Drittel der Deutschen fordern längere Wartezeit für Migranten bei Sozialleistungen

Ein detailliertes historisches Plakat der ersten Grafschaft Tirol-Karte, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Zwei Drittel der Deutschen fordern längere Wartezeit für Migranten bei Sozialleistungen

Eine neue Umfrage zeigt, dass zwei Drittel der Deutschen der Meinung sind, Migrantinnen und Migranten sollten erst nach einer längeren Arbeitszeit im Land Anspruch auf Sozialleistungen erhalten. Die Ergebnisse offenbaren zudem deutliche Positionen zur Vermögensverteilung und Rentenreform – mit teils großen Unterschieden zwischen politischen Lagern und Regionen.

Die Zustimmung zu dieser Forderung fällt je nach Gruppe sehr unterschiedlich aus. Am höchsten ist sie in bestimmten Bundesländern und Einkommensschichten.

Laut der Umfrage befürworten 66 Prozent der Deutschen die Idee, dass Zuwanderer länger arbeiten müssen, bevor sie Sozialleistungen beziehen können. Nur 26 Prozent lehnen diese Auffassung ab. Besonders ausgeprägt ist die Zustimmung in der Einkommensgruppe zwischen 2.500 und 4.500 Euro monatlich: Hier stimmen 76 Prozent zu.

Die politischen Gräben sind deutlich: Unter AfD-Anhängern findet die Aussage mit 91 Prozent überragende Zustimmung, nur 6 Prozent sind dagegen. Auch CDU/CSU-Wähler zeigen eine starke Mehrheit für die Forderung – 79 Prozent befürworten sie, 17 Prozent lehnen ab. Bei SPD-Sympathisanten ist das Bild gespalten: 63 Prozent stimmen zu, 32 Prozent sind dagegen. Die Linke verzeichnet den größten Widerstand – 55 Prozent ihrer Wähler lehnen die Regelung ab, während 34 Prozent sie unterstützen.

Auch regional gibt es markante Unterschiede: In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt die Zustimmung bei 76 Prozent. Die Umfrage förderte zudem weitere Sorgen zutage: 81 Prozent der Deutschen empfinden die Vermögensverteilung als ungerecht, und 86 Prozent fordern, dass Beamte, Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollten.

Die Ergebnisse spiegeln tiefe Spaltungen in der öffentlichen Meinung zu Migrationspolitik, Vermögensungleichheit und Rentenreform wider. Zwar befürwortet eine Mehrheit strengere Regeln für den Bezug von Sozialleistungen durch Migranten, doch die Ansichten gehen je nach politischer Ausrichtung und Region weit auseinander. Gleichzeitig zeigt sich eine breite Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Gerechtigkeit und wachsender Druck für Reformen im Rentensystem.

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