38.000 Unterschriften gegen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld
Sebastian König38.000 Unterschriften gegen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld
Bundesweite Petition gegen geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld sammelt fast 38.000 Unterschriften
Innerhalb von nur sechs Wochen haben die Organisatoren einer bundesweiten Petition gegen den Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld fast 38.000 Unterschriften gesammelt – davon über 31.000 auf Papier und 6.600 online. Die Kampagne fordert eine Neuausrichtung der deutschen Bahnstrategie und setzt sich stattdessen für eine bessere Nutzung bestehender Strecken anstelle von Neubauten ein.
Die Petition "Den Fahrplan Deutschlands überdenken" wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband sowie lokalen Frauengruppen in Ostwestfalen ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, den Bau neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken zu stoppen und die Höchstgeschwindigkeiten im gesamten Netz zu senken.
Laut aktuellem Plan der Bahn sollen zwischen Hannover und Bielefeld zusätzliche Gleise verlegt werden, um Züge mit bis zu 300 km/h fahren zu lassen. Dadurch würde sich die Reisezeit von 48 auf 31 Minuten verkürzen. Allerdings wurden zwölf mögliche Trassenvarianten vorgeschlagen, was bei betroffenen Anwohnercommunities für Verunsicherung sorgt.
Die Unterzeichner argumentieren, dass die Aufwertung bestehender Strecken kostengünstiger und nachhaltiger wäre. Sie behaupten, dieser Ansatz würde die Ausgaben reduzieren und gleichzeitig die Servicequalität verbessern. In den kommenden Monaten wird sich der Petitionsausschuss mit der Angelegenheit befassen und sie weiter diskutieren.
Die Kampagne zeigt, wie groß die Ablehnung des Hochgeschwindigkeitsprojekts in der Bevölkerung ist. Da Zehntausende die Petition unterstützen, werden sich Politiker bald mit den vorgebrachten Bedenken auseinandersetzen müssen. Eine Entscheidung über die Zukunft der Strecke könnte sowohl die Verkehrspolitik als auch die lokalen Gemeinden entlang der geplanten Trasse maßgeblich beeinflussen.






