17 April 2026, 14:08

Bottrop prüft alle Kreuzungen nach tödlichem Unfall – mehr Sicherheit durch Sichtdreiecke

Stadtstraßenkreuzung mit einer Ampel, Fahrzeugen, Gebäuden mit Beschriftung, Strommasten mit Kabeln, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Bottrop prüft alle Kreuzungen nach tödlichem Unfall – mehr Sicherheit durch Sichtdreiecke

Tiefbauamt Bottrop prüft alle Kreuzungen der Stadt, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Der Schritt erfolgt nach einem tödlichen Unfall in Warendorf, der durch schlechte Sichtverhältnisse an einer Einmündung verursacht wurde. Künftig soll sichergestellt werden, dass Autofahrer beim Einfahren in Hauptstraßen uneingeschränkt freie Sicht haben.

Die Stadt schafft an Kreuzungen sogenannte "Sichtdreiecke", um Zusammenstöße zu vermeiden. Diese Bereiche müssen frei von Hindernissen wie Bäumen, Sträuchern oder parkenden Fahrzeugen bleiben. Die Größe der Dreiecke richtet sich nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit: Bei Tempo 30 sind es 30 Meter pro Schenkel, bei Tempo 50 bis zu 70 Meter.

Die deutschen Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RaSt 06) schreiben solche freien Sichtfelder zwar bereits vor, doch Bottrop setzt sie nun konsequenter um. Das Tiefbauamt vermisst jede Kreuzung und meldet Gefahrenstellen an die Straßenverkehrsbehörde. Priorität haben stark frequentierte Bereiche sowie Unfallschwerpunkte.

Als erste Baustelle wird die Scharnhölzstraße ab Anfang 2026 umgestaltet. Ziel ist es, tote Winkel zu beseitigen, bevor Fahrer auf Hauptstraßen einbiegen oder diese queren.

Die Überprüfung ist eine direkte Reaktion auf den tödlichen Unfall, der auf eingeschränkte Sicht zurückging. Durch freigehaltene Sichtachsen an Kreuzungen will Bottrop ähnliche Vorfälle künftig verhindern. Die Stadt wird die Kontrollen fortsetzen und dort nachbessern, wo es nötig ist.

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