21 March 2026, 10:03

Belarussische Redakteure diskutieren fragwürdig über Körper von Athletin Anzhalika Melnikava

Eine schwangere Frau in einer Yoga-Pose steht vor einem Spiegel, die Augen geschlossen und die Hände auf dem Bauch, mit einem Pferdeschwanz und bequemer Kleidung.

Belarussische Redakteure diskutieren fragwürdig über Körper von Athletin Anzhalika Melnikava

Redakteure des belarussischen Mediums Reform.news haben mit einer YouTube-Diskussion über das Aussehen der Athletin Anzhalika Melnikava für Aufsehen gesorgt. Fjodor Pauljutschenka und Alexander Atroschtschenko analysierten Fitnessstudio-Fotos der belarussischen Sportlerin und stellten infrage, ob ihre Statur "natürlich" für eine Frau wirke.

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Die Debatte entstand in ihrer Sendung "Sascha, was trägst du da?!", wo das Duo Aufnahmen von Melnikava in einem Minskener Fitnessstudio unter die Lupe nahm. Sie erörterten, aus welchen Perspektiven sie "weiblicher" wirke und ob man seinen Körper bis zur Unkenntlichkeit verändern könne. Atroschtschenko scherzte sogar, ihre Analyse sei zu einer "Show für Mammologen und Gynäkologen" geworden.

Paulyutschenka griff eine Verschwörungstheorie auf, die er bereits im Juli 2025 verbreitet hatte, und spekulierte, Melnikava könnte schwanger gewesen sein. Er behauptete, auf einigen Fotos sehe sie aus "wie jemand nach einer Schwangerschaft" – trotz ihrer stützenden Sport-BHs. Zudem verwies er auf Online-Kommentare, die infrage stellten, ob ihre Brust "ganz normal" aussehe.

Im gesamten Gespräch räumten beide Redakteure ein, keine Expertise in weiblicher Physiologie zu besitzen. Paulyutschenka betonte mehrfach, nicht qualifiziert zu sein, um Frauenkörper zu beurteilen – setzte seine Mutmaßungen über Melnikavas Erscheinung aber trotzdem fort.

Stand 21. März 2026 haben weder Melnikava noch der Belarussische Leichtathletik-Verband auf die Vorwürfe reagiert.

Der Reform.news-Beitrag sorgt vor allem deshalb für Kritik, weil er sich auf Melnikavas Körper konzentriert statt auf ihre sportlichen Leistungen. Offizielle Stellungnahmen zu den Äußerungen der Redakteure gibt es nicht, sodass die Spekulationen unwidersprochen bleiben. Die Diskussion ist weiterhin Teil ihres YouTube-Projekts, ohne dass Beteiligte weitere Erklärungen abgaben.

Quelle