21 March 2026, 16:02

Frömern bekommt ersten personalfreien Supermarkt der Region

Ein Convenience-Store-Interieur mit Regalen und Boden voller verschiedener Lebensmittel, Deckenbeleuchtung und Informationsschildern, mit einer Person im Hintergrund.

Frömern bekommt ersten personalfreien Supermarkt der Region

Unbemannter Supermarkt eröffnet in Frömern

In Frömern, einem kleinen Ortsteil von Fröndenberg, hat ein neuer, komplett personalfreier Supermarkt seine Türen geöffnet. Der unter dem Namen "Tante M" geführte Laden ist erst der zweite seiner Art in Nordrhein-Westfalen und soll eine Lücke schließen, die durch die Schließung der letzten örtlichen Bäckerei vor Jahren entstanden ist. Die Anwohner haben nun wieder eine bequeme Möglichkeit, Lebensmittel des täglichen Bedarfs einzukaufen.

Die Filiale in Fröndenberg wird von der Franchisenehmerin Anna Kirksov betrieben, die nebenbei als Busfahrerin arbeitet. Anders als klassische Supermärkte kommt "Tante M" ganz ohne vor Ort anwesendes Personal aus. Kunden können den Laden betreten und mit EC- oder Kreditkarte bezahlen – geöffnet ist täglich von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr abends.

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Das Konzept ist in Nordrhein-Westfalen noch weitgehend unbekannt: Bisher gibt es hier nur zwei solche Läden. Parallel dazu expandiert die Kette "Tante Enso" mit einem ähnlichen Modell bundesweit und zählt bereits über 80 Filialen. Das Unternehmen konzentriert sich dabei vor allem auf ländliche Regionen in Norddeutschland, insbesondere im Emsland und in Ostfriesland, wo Gemeinden mit 1.000 bis 3.000 Einwohnern oft keine Supermärkte in der Nähe haben.

In Frömern bietet der neue Laden rund 1.200 Produkte an und beendet damit die lange Phase ohne lokale Einkaufsmöglichkeiten. Auch in Unna-Hemmerde soll demnächst ein weiterer personalfreier Supermarkt der Kette Enso eröffnet werden.

Für die Bewohner Frömerns bedeutet die Eröffnung von "Tante M" eine lang ersehnte Versorgungslösung. Die langen Öffnungszeiten und das automatisierte System bieten Flexibilität in einer Gegend, die jahrelang ohne lokale Läden auskommen musste. Ähnliche Konzepte könnten bald auch in anderen unterversorgten Gemeinden der Region Fuß fassen.

Quelle