21 March 2026, 00:02

Dreister Betrug mit teuren Wundsets: Apotheker und Krankenschwester vor Gericht

Ein Mann in einem weißen Hemd und dunklen Hosen sitzt an einem Tisch mit gefalteten Händen und zeigt einen ernsten Gesichtsausdruck, mit dem Text "Die Rasenbetrügereien" unten.

Dreister Betrug mit teuren Wundsets: Apotheker und Krankenschwester vor Gericht

In Köln müssen sich eine Krankenschwester und ein Apotheker wegen des Verdachts auf Betrug in einem groß angelegten Schema vor Gericht verantworten, durch das Krankenkassen Schaden in Höhe von rund drei Millionen Euro entstanden sein soll. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden vor, über zweieinhalb Jahre hinweg unnötige medizinische Produkte abgerechnet zu haben.

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Die Krankenschwester soll sich demnach gefälschte Rezepte für ein teures Wundversorgungsset namens SymbioInfekt TheraKit beschafft haben. Jede Packung kostete etwa 3.400 Euro. Zwischen Februar 2020 und Juli 2022 führten die betrügerischen Abrechnungen zu unrechtmäßigen Erstattungen in Höhe von 3,6 Millionen Euro.

Die Anklage geht davon aus, dass beide Angeklagten mit gemeinsamer krimineller Absicht handelten. Der Apotheker soll den Großhandelspreis der Produkte einbehalten und der Krankenschwester eine Provision von zehn Prozent gezahlt haben. Der Apotheker bestreitet jedoch, von dem Betrug gewusst zu haben. Er gab an, er habe auf Zusicherungen über Kosteneinsparungen vertraut und sei davon ausgegangen, dass Wundversorger keine direkten Abrechnungen mit den Krankenkassen vornehmen dürften.

Im Falle einer Verurteilung müsste der Apotheker die vollen 3,6 Millionen Euro zurückerstatten. Bisher wurden 900.000 Euro zurückgezahlt; zudem wurden monatliche Raten in Höhe von 10.000 Euro angeordnet.

Im Mittelpunkt des Prozesses steht der Vorwurf, die beiden Angeklagten hätten Krankenkassen gezielt durch unnötige medizinische Abrechnungen betrogen. Das Urteil wird entscheiden, ob der Apotheker die noch ausstehenden 2,7 Millionen Euro zurückzahlen muss. Über ähnliche Fälle in Deutschland liegen der Staatsanwaltschaft derzeit keine bestätigten Informationen vor.

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