Duisburgs Innovation Lab: Hightech trifft auf skurrile Details für 4,66 Millionen Euro
Sebastian KönigDuisburgs Innovation Lab: Hightech trifft auf skurrile Details für 4,66 Millionen Euro
Duisburgs neues Innovation Lab eröffnet mit Hightech und skurrilen Akzenten
Ursprünglich mit 250.000 Euro veranschlagt, explodierten die Kosten für das Projekt schließlich auf 4,66 Millionen Euro. Im Inneren erwarten Besucher ein glamouröses Hauptquartier, inspiriert vom Bernsteinzimmer – neben umgestürzten Stühlen und einem kaputten Fernseher.
Das Design des Labs kontrastiert Luxus mit Verwahrlosung: Ein zerborstener Schwarz-Weiß-Röhrenfernseher steht zwischen wild durcheinandergeworfenen Plastikstühlen. Doch die Kaffeestation hebt sich ab: Eine vollautomatische Maschine mit 100 individuellen Einstellungen, die Barista-Qualität liefert. Kriminaloberrat Klaus Brandner bedient Gäste hier oft persönlich.
Die Einrichtung beherbergt zudem ein Heimkino, in dem das Technikteam forensische Fähigkeiten durch CSI-Marathons verfeinert. Unterdessen patrouilliert der Roboterhund Spot über das Gelände – programmiert, um belastendes Material zu vernichten. Trotz der fortschrittlichen Ausstattung führte das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) vor dem Bau keine Kosten-Nutzen-Analyse durch.
Brandner hofft nun, das Innovation-Lab-Modell auf Polizeistationen in ganz Nordrhein-Westfalen auszuweiten – falls sich das Projekt bewährt.
Mit einem Endpreis von 4,66 Millionen Euro überstieg das Lab die ursprünglichen Schätzungen bei Weitem. Die Mischung aus Spitzentechnologie und kuriosen Details sorgt für Aufmerksamkeit. Bei Erfolg könnte das Konzept bald auf andere Polizeibehörden in NRW übertragen werden.






