17 April 2026, 04:03

Grünes Eisen aus den USA: Thyssenkrupp Nucera liefert Elektrolyse-Technologie für Mega-Projekt

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung in Australien nach Quelle zeigt, wobei jede Quelle durch eine unterschiedliche Farbe dargestellt wird und von erklärendem Text begleitet wird.

Grünes Eisen aus den USA: Thyssenkrupp Nucera liefert Elektrolyse-Technologie für Mega-Projekt

Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für ein großes Projekt zur Herstellung von grünem Eisen im Mittleren Westen der USA ausgewählt. Das Vorhaben, das sich noch in der frühen Planungsphase befindet, setzt auf großindustrielle Elektrolyseure, um kohlenstoffarmes Eisenerzpellets und heißgepresstes Eisen (HBI) herzustellen. Bei Genehmigung könnten die ersten Exporte ab 2029 beginnen.

Das Mid-West Green Iron-Projekt basiert auf einer 1,4-Gigawatt-Elektrolyseanlage, die von PGS errichtet wird. Thyssenkrupp Nucera liefert die Ausrüstung und setzt dabei auf seine standardisierten 20-Megawatt-scalum®-Module. Die Elektrolyseure werden mit erneuerbarer Energie aus der Region betrieben und könnten die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Stahlherstellungsverfahren um bis zu 90 % senken.

Die Anlage wird lokal abgebautes Magnetit-Eisenerz zu jährlich sieben Millionen Tonnen grünen Eisenerzpellets verarbeiten. Die Hälfte dieser Produktion soll anschließend zu 2,5 Millionen Tonnen grünem HBI pro Jahr weiterverarbeitet werden. Langfristig ist eine Steigerung auf 30 Millionen Tonnen Pellets und zehn Millionen Tonnen HBI jährlich geplant.

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Aktuell befindet sich das Projekt noch in einer frühen Phase und wartet auf die finale Investitionsentscheidung. Thyssenkrupp Nucera erwartet vor dem Geschäftsjahr 2026/27 keine nennenswerten finanziellen Auswirkungen aus dem Deal. Der Export der grünen Eisenprodukte ist für 2029 vorgesehen. Der Erfolg des Projekts hängt von der Erteilung der endgültigen Genehmigungen und der Erfüllung der Produktionsziele ab. Bei vollständiger Umsetzung könnte es die Emissionen in der Stahlindustrie deutlich reduzieren und gleichzeitig die Nutzung erneuerbarer Energien in der Region stärken.

Quelle