28 June 2026, 18:02

Mittelstandsunion attackiert Bürgergeld als "absurd" in der Wirtschaftskrise

Gerlinde Steingruber (MIT) kritisiert Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens

Mittelstandsunion attackiert Bürgergeld als "absurd" in der Wirtschaftskrise

Die Mittelstands- und Wirtschaftunion (MIT) in Solingen hat die Pläne der Regierung zur Einführung des Bürgergelds scharf kritisiert. Die Vorsitzende der Vereinigung, Gerlinde Steingrüber, bezeichnete die Vorschläge inmitten einer Wirtschaftskrise als „immer absurder“.

Die MIT lehnt das neue Bürgergeld-System kategorisch ab. Den Plänen zufolge könnte ein Vier-Personen-Haushalt mit erheblichem Vermögen trotzdem zwei Jahre lang volle Leistungen beziehen – selbst wenn er sich neun Monate lang nicht kooperativ zeigt. Zudem spricht sich die Union gegen den geplanten neunmonatigen Verzicht auf Sanktionen aus, falls Empfänger sich nicht aktiv um Arbeit bemühen.

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Steingrüber betonte, dass das bestehende Hartz-IV-System Massenarbeitslosigkeit erfolgreich bekämpft habe. Sie warnte, das Bürgergeld könnte sich in Richtung eines bedingungslosen Grundeinkommens entwickeln und damit die Arbeitsbereitschaft untergraben. Zudem lehnt die MIT die Abschaffung der Pflicht zu Weiterbildungsmaßnahmen für Arbeitslose ab.

In ihren Äußerungen erklärte Steingrüber, solche Regelungen ließen Beschäftigte wie „die Dummen“ dastehen. Zudem könnten sie die politische Verdrossenheit in der Bevölkerung weiter verstärken.

Die Haltung der MIT spiegelt breitere Bedenken hinsichtlich der möglichen Folgen des Bürgergelds wider. Die Vereinigung befürchtet, die Reformen könnten Arbeitsanreize schwächen und bewährte Strukturen der Sozialhilfe aushöhlen. Steingrübers Warnungen unterstreichen die Debatte über das richtige Gleichgewicht zwischen Unterstützung und Eigenverantwortung in der Sozialpolitik.

Quelle