29 April 2026, 00:14

NRW rüstet gegen Gewalt: Mehr Kameras und KI für Bahn und Busse

Eine Gruppe von Menschen, die Fotos von einer Reihe von Bussen machen, die auf einer Straße mit Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund geparkt sind.

NRW rüstet gegen Gewalt: Mehr Kameras und KI für Bahn und Busse

Gewalt gegen Bahnmitarbeiter in Nordrhein-Westfalen nimmt dramatisch zu

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In Nordrhein-Westfalen haben die Angriffe auf Bahnpersonal stark zugenommen: Allein im vergangenen Jahr wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Übergriffe registriert. Als Reaktion darauf führen die Verkehrsbehörden nun umfassende Sicherheitsmaßnahmen ein – darunter den Ausbau der Videoüberwachung sowie Körperkameras für Mitarbeiter und Sicherheitskräfte.

Die Videoüberwachung im Schienennetz der Region wurde bereits deutlich ausgeweitet. Mittlerweile sind fast 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge mit Kameras ausgestattet. Zudem steht ein vom Land gefördertes Programm kurz vor dem Abschluss, das 100 kleinere und mittelgroße Bahnhöfe mit Überwachungstechnik ausstatten soll.

Auch im Busverkehr gibt es ähnliche Nachrüstungen: Neue Fahrzeuge werden serienmäßig mit vollständigen Innenraum-Kamerasystemen ausgeliefert, während ältere Modelle nachgerüstet werden, um eine lückenlose Überwachung zu gewährleisten. Körperkameras gehören unterdessen zur Standardausrüstung der Sicherheitskräfte, die in Zügen und auf Bahnhöfen – oft gemeinsam mit Fahrkartenkontrolleuren – im Einsatz sind.

In der Rheinregion laufen derzeit Pilotprojekte, die testen, ob auch Mitarbeiter Körperkameras tragen sollten. Erste Erfahrungen zeigen, dass diese Geräte helfen, Konflikte zu entschärfen und Übergriffe auf Beschäftigte wie Fahrgäste zu reduzieren. Für die Zukunft plant die Behörde, alle verbleibenden Züge in NRW mit Kameras auszustatten und die Aufnahmen in der Cloud zu speichern, um im Ernstfall schneller darauf zugreifen zu können.

Auch Künstliche Intelligenz könnte künftig eine Rolle spielen: Echtzeit-Videoanalysen sollen Sicherheitsrisiken frühzeitig erkennen, bevor sich Situationen zuspitzen.

Der Vorstoß für mehr Sicherheit kommt zu einer Zeit, in der die Angriffe auf Verkehrsmitarbeiter weiter ansteigen. Da mittlerweile die meisten Züge und Bahnhöfe videoüberwacht werden, hoffen die Behörden, Straftaten abschrecken und Ermittlungen beschleunigen zu können. Weitere Modernisierungen – etwa durch KI-gestützte Überwachung – sollen den Schutz von Personal und Fahrgästen in ganz NRW zusätzlich stärken.

Quelle