Wie Sexpuppen Kultur, Recht und Gesellschaft verändern – ein taz Queer Talk
Matteo BöhmWie Sexpuppen Kultur, Recht und Gesellschaft verändern – ein taz Queer Talk
Ein taz Queer Talk über die vielschichtige Geschichte und kulturelle Bedeutung von Sexpuppen
Beim taz Queer Talk steht die komplexe Entwicklung und gesellschaftliche Wirkung von Sexpuppen im Mittelpunkt. Moderiert wird die Diskussion von taz-Redakteur Jan Feddersen, zu Gast ist Susanne Regener, eine führende Expertin für visuelle Kultur und marginalisierte Gruppen. Veranstaltet wird der Abend in Kooperation mit Queer Nations e.V., einer Berliner Initiative.
Seit den 1920er-Jahren haben sich Sexpuppen von simplen Kuriositäten zu hochrealistischen Silikonprodukten gewandelt. Im Laufe des letzten Jahrhunderts veränderten sich ihr Design und ihre gesellschaftliche Wahrnehmung radikal. Die rechtlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich heute deutlich: Während Deutschland und Kanada kindchenhafte Puppen verbieten, gelten in den USA und Großbritannien weniger strenge Regelungen. Seit den 2010er-Jahren treiben Debatten über psychologische Auswirkungen und mögliche Verbindungen zu Ausbeutung politische Reformen voran.
Susanne Regener, emeritierte Professorin der Universität Siegen, forscht seit Jahrzehnten zu sozial ausgegrenzten Gruppen. Ihre aktuellen Arbeiten befassen sich mit True Crime, der Darstellung von Frauen und der Vermarktung von Sexpuppen. Zudem analysiert sie, wie Medien diese Objekte abbilden und welchen Einfluss sie auf Geschlechterdynamiken haben. Regener untersucht die Interaktionen von Käufer:innen – von der individuellen Anpassung bis zur emotionalen Bindung – und deckt dabei größere gesellschaftliche Muster auf.
Der von Jan Feddersen kuratierte taz Talk bringt diese Themen in die öffentliche Diskussion. Feddersen, verantwortlich für Sonderprojekte und das taz lab, wird das Gespräch über die Entwicklungen des 20. Jahrhunderts und ihre heutigen Folgen leiten.
Im Fokus der Veranstaltung steht die Frage, wie Sexpuppen kulturelle Einstellungen widerspiegeln und prägen. Regeners Erkenntnisse zu medialen Darstellungen und rechtlichen Verschiebungen bieten einen Rahmen, um ihre sich wandelnde Rolle zu verstehen. Die Teilnehmer:innen erwarten vertiefende Einblicke in das Spannungsfeld von Technologie, Geschlecht und Regulierung.






