"Opferpopp 2.0" in Halle: Ein Requiem für vergessene junge Stimmen
"Opferpopp 2.0" in Halle: Ein Requiem für vergessene junge Stimmen
Ein mutiges neues Theaterprojekt kommt im März 2026 nach Halle
Opferpopp 2.0 – Ein Requiem feiert im Rahmen der Reihe ERINNERN IST HEIMAT Premiere und verwandelt einen städtischen Raum in ein immersives Erlebnis. Die Produktion blickt zurück auf das Leben junger Laiendarsteller:innen aus einem umstrittenen Stück von 2007 und hinterfragt, wie die Gesellschaft sie erinnert – oder vergisst.
Das ursprüngliche Opferpopp, 1999 von Frank Castorf an der Berliner Volksbühne inszeniert, zeigte junge Schauspieler:innen, die ungeschönt von Gewalt, Vernachlässigung und Ausgrenzung erzählten. Fast drei Jahrzehnte später ist kaum bekannt, was aus ihnen wurde. Trotz aktueller Debatten über die Ausbeutung junger Menschen in der Kunst und der #MeToo-Bewegung blieben die meisten anonym – ohne Medien-Comebacks oder Skandale, die mit ihren Namen verbunden wären.
Opferpopp 2.0 setzt als "Denkmal für die Ausgelöschten" dem 2022 verstorbenen Alexander Kluth ein Zeichen, der bei der Neuauflage 2007 mitwirkte. Das nt-Schaufenster des Thalia Theaters Halle wird zum Klubhaus Kluth, einer begehbaren Installation zwischen Ausstellung, Club und Performance. Das Publikum kann sich frei bewegen und selbst entscheiden, wie intensiv es sich mit den Geschichten und Angeboten auseinandersetzt.
Jeder Abend steht unter einem anderen Motto und hinterfragt Klischees über sogenannte "Problemkinder" und die Kreisläufe der Ausgrenzung, in denen sie gefangen sind. Das Projekt richtet sich explizit an Jugendliche ab 14 Jahren und will einen dauerhaften Begegnungsort für Halles junge Generation schaffen. Vom 5. bis 22. März 2026 stellt es die Stadt selbst auf den Prüfstand – ihre Versprechen, ihre ungelösten Fragen und ihre unheilbaren Wunden.
Drei Wochen lang besetzt die Installation das nt-Schaufenster als Raum für Reflexion und Verbindung. Indem Opferpopp 2.0 vergessene Stimmen in den Mittelpunkt rückt, verknüpft es Halles Vergangenheit mit der Gegenwart und lädt Teilnehmende wie Beobachter:innen ein, sich mit den Bedingungen von Gehörtwerden – oder zum Schweigen Verdammtsein – auseinanderzusetzen. Die Wirkung des Projekts könnte über die Aufführungen hinausreichen und prägen, wie die Stadt künftig mit ihren jüngeren Generationen umgeht.
Kölner Verkehrsbetriebe bestellen 132 moderne Hochflur-Straßenbahnen für 700 Millionen Euro
Mehr Platz, moderne Technik und 30 Jahre Lebensdauer: Kölns Straßenbahnnetz bekommt ein radikales Upgrade. Warum die neuen Züge ab 2029 alles verändern.
Abschied von der Solinger 'Arche': Warum die evangelische Kirche ihr Gemeinschaftszentrum schließt
Ein Ort der Andacht wird zur Erinnerung: Die 'Arche' war jahrzehntelang Herzstück der Gemeinde. Doch die evangelische Kirche zieht Konsequenzen – aus Not oder Strategie?
E-Scooter-Unfall in Duisburg: Polizei sucht nach flüchtigem Fahrer
Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – dann der Crash. Warum der E-Scooter-Fahrer nach dem Unfall einfach weiterfuhr, bleibt rätselhaft. Die Polizei braucht Ihre Hilfe.
NRW-Tourismus zwischen Hoffnung und Kostendruck zum Herbststart
Herbstferien bringen Licht und Schatten: 55 % der Ferienwohnungen sind ausgebucht – doch kleine Hotels bangt um die Zukunft. Was die Branche jetzt fordert.
Glasflasche auf Fünfjährige geworfen: Polizei sucht Täter in Arminia Bielefeld
Ein harmloser Radausflug wird zum Albtraum: Ein Mädchen entkommt in Arminia Bielefeld nur knapp einer lebensgefährlichen Attacke. Wer hat den Täter gesehen?
Wie Frauen in Nordrhein-Westfalen die Sicherheit revolutionieren
Sie planen, entscheiden, handeln: Frauen prägen die Sicherheitsstrategie in NRW neu. Warum ihre Expertise und die enge Behördenkooperation Leben schützt.
Nadiya Hussain wirft der BBC Rassismus und Diskriminierung wegen ihres Glaubens vor
Ihre Karriere begann mit "Das große Backen", doch heute löst die Show bei Nadiya Hussain nur noch Stress aus. Warum sie der BBC Rassismus vorwirft – und was sie jetzt sagt.
Genuine Parts übernimmt Hennig Fahrzeugteile und stärkt Position in Deutschland
Ein strategischer Schachzug für den US-Konzern: Die Hennig-Gruppe bringt 190 Mio. Dollar Umsatz und festigt die Marktmacht. Wie profitiert der deutsche Nachmarkt?
Gogols "Der Revisor" kehrt triumphierend ins Sankt Petersburger Alexandrinski-Theater zurück
Zarische Loge, zersplitterte Spiegel, ein mysteriöses Elixir: Fokins Inszenierung von Der Revisor wird zur Zeitreise. Doch die Satire trifft auch heute ins Mark.
Kate feiert Holi in Leicester, während William Cornwalls Sturmopfer trifft
Ein Tag voller Kontraste: Kate tanzt barfuß im Hindu-Tempel, William hört Geschichten von Sturm Henk. Wie die Royals lokale Gemeinschaften stärken.
Ruhrfestspiele eröffnen mit dramatischem Flüchtlingsstück aus dem Iran
Drei Frauen, ein Kind, eine Grenze: Ein iranisches Theaterstück kämpft gegen politische Hürden. Wird die Premiere gelingen – oder zur stummen Botschaft werden?
"Opferpopp 2.0" in Halle: Ein Requiem für vergessene junge Stimmen
Was wurde aus den Jugendlichen, die einst ihre Geschichten auf der Bühne teilten? Halle wagt 2026 ein radikales Experiment – zwischen Club, Performance und unbequemen Fragen. Ein Ort, der die Stadt herausfordert: Wer wird gehört? Wer bleibt unsichtbar?