Strompreise sinken 2024: Wer profitiert am meisten von den staatlichen Subventionen?
Strom- und Gaspreise für Neukunden sind gesunken - Strompreise sinken 2024: Wer profitiert am meisten von den staatlichen Subventionen?
Zu Jahresbeginn sind die Energiekosten für Haushalte und Unternehmen gesunken. Eine staatliche Subvention in Höhe von 6,5 Milliarden Euro ermöglichte die Senkung der Netzentgelte, was zu niedrigeren Strom- und Gaspreisen im Januar führte. Sowohl Neukunden als auch Bestandskunden profitierten von den Preissenkungen, wobei die Ersparnisse je nach Vertrag unterschiedlich ausfielen.
Neukunden im Haushaltsstrombereich zahlten im Januar durchschnittlich 34,87 Cent pro Kilowattstunde – ein Rückgang um 6,7 Prozent im Vergleich zu den Dezemberpreisen. Bei Bestandskunden blieb der Preis hingegen nahezu unverändert und lag bei etwa 34,88 Cent pro Kilowattstunde.
Auch die Gaspreise gingen zurück. Neukunden zahlten im Schnitt 9,66 Cent pro Kilowattstunde, was einem Rückgang von 4 Prozent gegenüber Dezember entspricht. Bestandskunden verzeichneten eine geringere Senkung von 2 Prozent, sodass ihr durchschnittlicher Preis bei 10,56 Cent pro Kilowattstunde lag.
Die Senkung der Netzentgelte, ermöglicht durch die 6,5-Milliarden-Subvention, war ein entscheidender Faktor für die Preisminderungen. Zudem trug die Abschaffung der Gasspeicherumlage zu den niedrigeren Gaskosten bei, wobei steigende CO₂-Abgaben die Ersparnisse teilweise wieder auffingen.
Auch Industriekunden profitierten von den Entwicklungen. Ohne Rabatte sank ihr durchschnittlicher Strompreis um 12,9 Prozent auf 14,49 Cent pro Kilowattstunde. Mit Rabatten verringerte sich der Preis sogar um 12,6 Prozent auf 8,96 Cent pro Kilowattstunde.
Für die Zukunft wird erwartet, dass staatliche Subventionen und politische Maßnahmen die Netto-Stromkosten weiter drücken. Die Prognosen sehen vor, dass die Haushaltsstrompreise von 17,1 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2024 auf 15,4 Cent bis 2026 sinken werden. Auch die Gaspreise für Haushalte sollen bis 2026 auf 11,10 Cent pro Kilowattstunde fallen.
Die jüngsten Preissenkungen sind das Ergebnis einer Kombination aus staatlichen Eingriffen und Marktanpassungen. Haushalte und Unternehmen, die ihren Anbieter wechselten, verzeichneten die größten Ersparnisse, während Bestandskunden geringfügigere Veränderungen erlebten. Der Trend deutet auf weitere Rückgänge der Energiekosten in den kommenden zwei Jahren hin.
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